
Rückblick · Keynote · 3. September 2026 · Schloss Bensberg
Künstliche Intelligenz im RealitätscheckKeynote auf dem HAHN German Retail Property Day 2026
„Die aufgezeigte KI-Innovationsdynamik der letzten Jahre beeindruckte das Publikum“, schrieb die HAHN Gruppe am Tag danach. Prof. Dr. Christian Stummeyer schloss das Vortragsprogramm vor rund 200 Gästen aus der Handelsimmobilienwirtschaft.
- Datum
- 3. September 2026
- Veranstaltung
- HAHN German Retail Property Day 2026
- Ort
- Schloss Bensberg, Bergisch Gladbach
- Publikum
- rund 200 Gäste aus Investment, Projektentwicklung und Handel
- Format
- Keynote zum Abschluss des Vortragsprogramms
Worum es ging
Einmal im Jahr lädt die HAHN Gruppe die Handelsimmobilienbranche ins Schloss Bensberg, um ihren Retail Real Estate Report vorzustellen. 2026 war es die 21. Ausgabe, und am Ende des Programms stand eine Keynote über Künstliche Intelligenz.
Das Publikum kennt sich mit Verschiebungen aus: Frequenz, Flächenbedarf und Mieterstruktur im Einzelhandel verändern sich seit Jahren mit dem Onlinehandel. Genau dort setzte Prof. Stummeyer an. Sein Einstieg war keine Technik, sondern eine Langzeitstudie der Stanford University darüber, wie Ehepaare sich kennengelernt haben. Über Jahrzehnte dominierten Freunde, Kollegen und Nachbarn, dann überholte ein einziger neuer Kanal alle anderen: Online liegt inzwischen bei 33,41 Prozent.
Die Übertragung auf die Branche lag nahe. Wer Handelsflächen bewertet, entwickelt oder vermietet, hat erlebt, wie schnell ein Kanal Gewohnheiten umstellt, sobald er spürbar besser funktioniert. Die Frage des Abends lautete deshalb, was davon mit generativer KI gerade noch einmal passiert – in der Wirtschaft insgesamt und in der Arbeitswelt jedes Einzelnen.

Auf der Leinwand
Drei Beispiele, gebaut für dieses Publikum
Der Vortrag lief auf 54 Folien. Die meisten Beispiele stammten aus Handel und Immobilienwirtschaft oder griffen auf, was vorher auf derselben Bühne gesagt worden war.
„… und auch Ihre Kunden und Geschäftspartner“
Zur Leistungsfähigkeit der Sprachmodelle zeigte er einen Vergleich aus der Praxis der Gewerbeimmobilienwirtschaft, erstellt vom Fachportal A.CRE (Adventures in CRE). Die Pointe für die Gäste: Mieter, Käufer und Investoren werden sich künftig per KI-System über Standorte, Objekte und Anbieter informieren, bevor das erste Gespräch stattfindet.
Ein Recruiting-Motiv für den Lebensmittelhandel
Live erzeugt: ein freundlicher Verkäufer in einem modernen EDEKA-Supermarkt, fotorealistisch, fertig gesetzt als Stellenanzeige „Komm’ in unser Team!“. Daneben das Ergebnis derselben Eingabe aus dem Oktober 2022 – der Qualitätssprung in vier Jahren war ohne weitere Erklärung zu sehen.
Ein Selfie von Angela Merkel und Papst Franziskus
Vor ihm hatte Dr. Christoph Heusgen gesprochen, lange außen- und sicherheitspolitischer Berater der früheren Bundeskanzlerin. Prof. Stummeyer griff das auf und ließ eine KI ein Selfie der beiden erzeugen, das es nie gab. Das Bild machte den Punkt, der später im Vortrag zurückkam: Was echt aussieht, muss nicht echt sein.
„Wir werden zur Führungskraft der KI-Assistenten.“
Wirtschaft und Arbeitswelt
Was auf Unternehmen und Beschäftigte zukommt
Der zweite Teil des Vortrags beantwortete die Frage aus dem Titel. Sprachmodelle können seit September 2024 logisch schlussfolgern, und sie werden zu Agenten, die Aufgaben selbstständig erledigen – Gartner führt Multiagenten-Systeme unter seinen Technologietrends für 2026. Für Führungskräfte heißt das: Sie werden künftig auch KI-Assistenten führen, und daraus entsteht eine eigene Disziplin, die Prof. Stummeyer „AI Leadership“ nennt.
Nach einer Analyse von McKinsey & Company liegen rund 75 Prozent des Potenzials generativer KI in fünf betrieblichen Funktionen: Vertrieb, Marketing, Softwareentwicklung, Kundenservice und Produktentwicklung. Sein Bild für die Arbeitswelt ist ein hybrides „Dream-Team“ aus Menschen und KI, und die Effizienzgewinne sieht er als Beitrag gegen den Fachkräftemangel.
Die Risiken kamen ebenso auf die Leinwand. Im Kapitel „Die dunkle Seite der KI“ stand ein Betrugsfall, bei dem ein Mitarbeiter nach einer Videokonferenz mit täuschend echten, KI-generierten Kollegen mehr als 23 Millionen Euro überwies. Dazu trat Prof. Stummeyers eigener digitaler Avatar auf, in seinem Gesicht und mit seiner Stimme. Den Abschluss bildete der Ausblick auf KI und Robotik und auf die Entwicklungsstufen hin zu einer allgemeinen Künstlichen Intelligenz.
Die Inhalte dieses Teils vertieft die Vortragsseite KI und die Arbeitswelt.

„Wir brauchen Mut, Offenheit und Neugierde – und lebenslanges Lernen!“
Rückmeldungen
Was Veranstalterin und Publikum schrieben
Prof. Dr. Christian Stummeyer, CSP® unterzog die künstliche Intelligenz einem Realitätscheck. Die aufgezeigte KI-Innovationsdynamik der letzten Jahre beeindruckte das Publikum.
Aktualität und Ansprache waren sehr angenehm und treffend. Er verfügt über profundes Wissen und Weitsicht im Bereich KI. Er mahnt zum guten Umgang, nimmt aber die Angst vor KI. Vielmehr zeigt er positiv die Möglichkeiten auf.
Stimme aus dem Publikum · 7. September 2026
Das Vortragsprogramm
Wer an diesem Tag auf der Bühne stand
Neben den Ergebnissen des Retail Real Estate Report standen Kapitalmarkt, Investment und Geopolitik auf dem Programm – in der Reihenfolge, die die HAHN Gruppe in ihrer Nachlese nennt. Durch den Tag führte Katrin Hansmeier.


Berichterstattung
Was danach geschrieben wurde
Für den interessanten Abschluss des Vortragsprogramms sorgte Prof. Dr. Christian Stummeyer von der TH Ingolstadt, der über KI in Wirtschaft und Arbeitswelt referierte.
Die Nachlese der Veranstalterin mit allen Präsentationen des Tages zum Download und der Bildergalerie von Stefan Gatzke.
Der Beitrag stellt die Redner des Tages mit ihren Themen vor, einschließlich der Keynote zum Realitätscheck der Künstlichen Intelligenz.
Häufige Fragen
Zu dieser Keynote
Passt eine KI-Keynote zu einer Veranstaltung der Immobilienwirtschaft?
In Bensberg stand sie neben Kapitalmarkt, Investmentmarkt und Geopolitik und schloss das Programm ab. Jahresformate der Branche wie Report-Präsentationen, Investorentage und Kundenveranstaltungen von Asset Managern verbinden Marktzahlen mit einem Blick nach vorn, und diesen Blick liefert die Keynote. Eine Übersicht aller Keynotes steht auf der Themenseite Keynote Speaker für Künstliche Intelligenz.
Wie stark wird der Vortrag auf die Branche zugeschnitten?
Beispiele, Einstieg und Anknüpfungspunkte werden für jedes Publikum neu gewählt. Beim HAHN German Retail Property Day waren das eine Studie zur Verschiebung hin zu Onlinekanälen, ein Vergleich der Sprachmodelle aus der Praxis der Gewerbeimmobilienwirtschaft und ein Recruiting-Motiv aus dem Lebensmittelhandel. Dazu griff er ein Thema seines Vorredners auf.
Wird KI unkritisch dargestellt?
Nein. Deepfakes, Betrug mit gefälschten Videokonferenzen und der verantwortungsvolle Umgang gehören fest zum Vortrag. Eine Stimme aus dem Publikum in Bensberg fasste es so zusammen, dass Prof. Stummeyer „zum guten Umgang“ mahne, aber die Angst vor KI nehme.
Wer ist Prof. Dr. Christian Stummeyer?
Professor für Wirtschaftsinformatik und Digital Commerce an der Technischen Hochschule Ingolstadt, seit 2019 wissenschaftlicher Leiter des bayerischen KI-Zentrums AININ und seit vielen Jahren Unternehmer. Er hat über 600 Keynotes gehalten und ist Certified Speaking Professional (CSP).
Gibt es Material zum Nachlesen?
Ja. Zu jeder Keynote gibt es ein Handout zum Abruf, das am Ende des Vortrags angeboten wird. Die HAHN Gruppe hat die Präsentation zusätzlich in ihrer Nachlese veröffentlicht.

Anfrage
Eine Jahresveranstaltung mit Blick über die Marktzahlen hinaus?
Prof. Dr. Christian Stummeyer hält Keynotes zu generativer KI vor Immobilienwirtschaft, Handel, Banken und Mittelstand – in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erzählen Sie kurz, wen Sie einladen und was Ihr Publikum beschäftigt.
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